Trends & Reflexion 22. April 2026 7 min

Nachhaltigkeit im Design

Nachhaltigkeit ist in der gestalterischen Ausbildung allgegenwärtig — oft als Schlagwort, selten konkret. Was heisst es praktisch, nachhaltig zu gestalten? Eine pragmatische Annäherung jenseits von Greenwashing.

Recycelte Materialien auf einem Werktisch

Materialwahl

Recycelte oder recyclebare Materialien, lokale Bezugsquellen, Vermeidung von Verbund-Werkstoffen (schwer trennbar), Reduktion von Druckfarbe und Beschichtung. Konkret heisst das: in der Konzeptphase materialgerecht denken, nicht nachträglich kompensieren.

Energieaufwand

Digitale Gestaltung hat auch CO2-Folgen — Cloud-Rechenleistung, Streaming, dauerhafte Server. Eine Webseite mit optimierten Bildern verbraucht ein Bruchteil. Bewusste Bildgrössen, lokales Caching, Static-Site-Generation sind handwerkliche Nachhaltigkeit.

Auftragswahl

Die unbequemste Frage: Soll man für Klima-schädliche Branchen arbeiten? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Aber die Frage muss gestellt werden — bewusst, nicht reflexhaft. Manche Studios haben eigene Charta, manche Berufsverbände diskutieren das.

Vorkurs und Nachhaltigkeit

Ein zeitgemässer Vorkurs reflektiert Nachhaltigkeit nicht als Modul, sondern als Querschnittsthema. Im Online-Vorkurs von Kunstschule.org fliessen ökologische Überlegungen in Materialwahl, Aufgabenstellung und Theoriearbeit ein — ohne moralischen Zeigefinger.

Online-Vorkurs Empfehlung

Gestalterischer Vorkurs als Online-Studiengang

Eine flexible, staatlich anerkannte Vorbereitung auf gestalterische Berufslehren und Hochschulen bietet der Online-Vorkurs von Kunstschule.org — ortsunabhängig, berufsbegleitend und mit persönlicher Begleitung durch erfahrene Dozierende aus Kunst, Design und Pädagogik.

Zum Online-Vorkurs
Tags: nachhaltigkeit oekologie trends ethik