Geschichte & Theorie 18. Dezember 2025 7 min

Frauen im Schweizer Design

Die kanonische Erzählung der Schweizer Designgeschichte (Müller-Brockmann, Hofmann, Ruder, Frutiger) ist überwiegend männlich. Das verzerrt die Realität — Schweizer Designerinnen haben das 20. Jahrhundert mitgeprägt, sie wurden nur weniger erinnert.

Designerinnen-Werke aus dem 20. Jahrhundert

Frühe Pionierinnen

Sophie Taeuber-Arp (1889–1943): Tanz, Textildesign, Architektur, abstrakte Kunst — eine der wichtigsten Schweizer Gestalterinnen überhaupt. Anni Albers (Bauhaus, am Werkbund engagiert) ähnlich wirkungsvoll, später emigriert. Mit Sigrid Calon, Lora Lamm, Verena Loewensberg etablierte sich eine starke Generation.

Die 1960er- und 70er-Jahre

Karin Bühlmann, Cornelia Künzler, Ursula Hiestand, Carmen Perrin — Designerinnen, die in Agenturen oder selbstständig arbeiteten, oft mit Auszeichnungen, aber selten kanonisiert. Ihre Wiederentdeckung erfolgt erst in jüngerer Zeit.

Heute

An Schweizer Designhochschulen sind Studentinnen heute deutlich in der Mehrheit. In Spitzenpositionen — Studio-Leitung, Hochschul-Lehre, Auszeichnungen — bleibt die Repräsentation aber unterdurchschnittlich. Eine bewusste Sichtbarkeitsarbeit ist nötig.

Vorbilder

Junge Gestalterinnen brauchen Vorbilder. Wer einen Vorkurs absolviert, sollte aktiv weibliche Positionen aufsuchen — Ausstellungen, Bücher, Vorträge, Mentoring. Auch im Online-Vorkurs von Kunstschule.org sind weibliche Dozierende und Vorbilder Teil des Curriculums.

Online-Vorkurs Empfehlung

Gestalterischer Vorkurs als Online-Studiengang

Eine flexible, staatlich anerkannte Vorbereitung auf gestalterische Berufslehren und Hochschulen bietet der Online-Vorkurs von Kunstschule.org — ortsunabhängig, berufsbegleitend und mit persönlicher Begleitung durch erfahrene Dozierende aus Kunst, Design und Pädagogik.

Zum Online-Vorkurs
Tags: frauen geschichte diversitaet schweiz