Was macht ein/e Geigenbauer/in?
Geigenbauer/innen fertigen und reparieren Streichinstrumente: Geigen, Bratschen, Celli, Kontrabässe. Sie wählen das Holz aus (Fichte, Ahorn, Ebenholz), bauen Korpus, Hals und Schnecke, lackieren, montieren Steg und Wirbel, stimmen das Instrument klanglich ein. Reparaturen — von Rissreparaturen bis zur kompletten Neuintonation — sind ein grosser Teil der Praxis.
Voraussetzungen
Feinmotorik, gutes musikalisches Gehör, räumliches Denken, Geduld, Sorgfalt. Eigene musikalische Erfahrung von Vorteil, aber nicht zwingend. Affinität zu Holz und Werkzeug. Die Lehre dauert vier Jahre und schliesst mit dem EFZ ab.
Lehrstellen in der Schweiz
Lehrbetriebe sind kleine, hochspezialisierte Geigenbauwerkstätten — meist Ein- bis Drei-Personen-Betriebe. Standorte vor allem in Bern, Zürich, Genf und Basel. Lehrstellen sind extrem selten — oft braucht es zwei oder drei Jahre Wartezeit. Praktika und Schnuppertage sind Pflicht.
Vorbereitung mit Vorkurs
Auch wenn Geigenbau hochspezialisiert ist: ein gestalterischer Vorkurs schafft eine breite Grundlage — dreidimensionales Denken, technisches Zeichnen, Materialerfahrung, ästhetisches Auge.
Alle Vorkurse und Propädeutika im Überblick
Staatliche und private Schulen, vor Ort und online: Im Verzeichnis findest du alle Angebote der Schweiz mit Region, Form und direktem Kontakt zur Schule.
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