Phänomenologie
Makerspaces überall, DIY-Workshops, Etsy-Märkte, Custom-Möbel als Statussymbol, Schreiner-Influencer auf YouTube, Töpferei-Kurse mit Wartelisten. Empirisch eindeutig: Handwerk hat an kulturellem Kapital gewonnen.
Erklärungsversuche
Reaktion auf Digital-Überdruss, Bedürfnis nach Körperarbeit und Materialerfahrung, Sehnsucht nach 'authentischer' Produktion, mittelständische Wohlhabenheit, die sich Customization leisten kann, Krisensensibilität (Resilienz, Reparieren, Selbermachen).
Was bedeutet das für Gestalter:innen?
Wer Handwerk beherrscht, hat einen Markt — Schmuck, Möbel, Bekleidung, Buchbinderei, Keramik. Aber: Handwerk ist nicht leichter zu monetarisieren als Digitales. Wer eine Karriere mit Handwerk plant, muss Geschäftsmodelle entwickeln, nicht nur das Können.
Im Vorkurs
Handwerk gehört in jeden Vorkurs — Material, Werkzeug, Verfahren.
Alle Vorkurse und Propädeutika im Überblick
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