Geschichte & Theorie 8. April 2026 6 min

Schweizer Typografie

Wenn international von 'Schweizer Typografie' gesprochen wird, ist eine spezifische Schule gemeint — entstanden in den 1950er-Jahren in Zürich und Basel, mit Auswirkungen bis heute. Eine kurze Einordnung.

Schweizer Typografie-Plakate

Die Hauptfiguren

Emil Ruder (Basel), Armin Hofmann (Basel), Josef Müller-Brockmann (Zürich), Max Bill (Zürich). Sie systematisierten Typografie als rationale, lesbarkeitsorientierte Disziplin — mit Grid, asymmetrischer Komposition, serifenlosen Schriften und mathematischer Proportion.

Internationale Wirkung

Die Helvetica (1957) und die Univers (1957) wurden zu Weltschriften. Das Schweizer Grid-System wurde Standard in Magazin-, Buch-, Werbe- und später Webdesign. Bis heute prägen Schweizer Designer:innen internationale Studios — von Foster bis Apple.

Aktuelle Schulen

HGK FHNW Basel pflegt die typografische Tradition besonders konsequent. ECAL hat ein international beachtetes Type-Design-Programm. ZHdK arbeitet typografisch breit und experimentell. An allen drei Schulen ist Typografie Pflicht — und im Vorkurs Vorbereitung.

Im Online-Vorkurs

Typografie gehört zum Pflichtcurriculum jedes ernsthaften Vorkurses, auch des Online-Vorkurs von Kunstschule.org. Wer hier solide Grundlagen erwirbt, hat die typografische Basis für jedes weitere gestalterische Studium.

Online-Vorkurs Empfehlung

Gestalterischer Vorkurs als Online-Studiengang

Eine flexible, staatlich anerkannte Vorbereitung auf gestalterische Berufslehren und Hochschulen bietet der Online-Vorkurs von Kunstschule.org — ortsunabhängig, berufsbegleitend und mit persönlicher Begleitung durch erfahrene Dozierende aus Kunst, Design und Pädagogik.

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Tags: typografie schweiz geschichte theorie