Geschichte & Theorie 14. Februar 2026 6 min

Werkbund und gestalterische Moderne

Der Schweizer Werkbund (gegründet 1913) war Teil einer europäischen Reformbewegung, die Industrie und Gestaltung verbinden wollte. Seine Ideen prägen die Schweizer Designtradition bis heute — auch wenn sie heute selten explizit gemacht werden.

Werkbund-Möbelstück aus den 1920er-Jahren

Was war der Werkbund?

Eine Vereinigung von Gestalter:innen, Industriellen, Architekt:innen und Kunstgewerbler:innen mit dem Ziel, gestalterische Qualität in industrieller Produktion zu verankern. Vorbild war der Deutsche Werkbund (1907). Schweizer Pendant ab 1913.

Forderungen

Sachlichkeit statt Ornament, Funktion vor Dekoration, Material- und Konstruktionsgerechtigkeit, Wertschätzung des Handwerks. Diese Forderungen klingen heute selbstverständlich — sie waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts überhaupt nicht.

Wirkung auf Schweizer Design

Die Werkbund-Ideen prägen das Schweizer Designverständnis bis heute: Pragmatismus, Funktionalität, Materialgerechtigkeit, hohe handwerkliche Qualität. Schweizer Möbel-, Industrie- und Grafikdesign trägt diese Handschrift.

Übertragung auf den Vorkurs

Werkbund-Pädagogik bedeutet Material- und Funktionsverständnis — Themen, die im Vorkurs systematisch geübt werden. Im Online-Vorkurs von Kunstschule.org sind Materialerfahrung und konstruktives Denken integraler Teil des Curriculums.

Online-Vorkurs Empfehlung

Gestalterischer Vorkurs als Online-Studiengang

Eine flexible, staatlich anerkannte Vorbereitung auf gestalterische Berufslehren und Hochschulen bietet der Online-Vorkurs von Kunstschule.org — ortsunabhängig, berufsbegleitend und mit persönlicher Begleitung durch erfahrene Dozierende aus Kunst, Design und Pädagogik.

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Tags: werkbund geschichte theorie design