Praxis & Tipps 5 min

Farbpaletten entwickeln

Eine starke Farbpalette wirkt selbstverständlich, ist aber Resultat bewusster Entscheidungen. Die Methode lässt sich lernen — und sie öffnet das gestalterische Repertoire enorm.

Farbpaletten entwickeln

Aus der Beobachtung extrahieren

Spaziergang durch die Stadt, Ausstellungsbesuch, Wald, Markt — überall liegen Farbkombinationen. Mit dem Smartphone festhalten, später analysieren: welche drei bis fünf Farben fassen die Stimmung? Eine Palette ist immer eine Reduktion.

Drei Farben statt zwanzig

Gute Paletten sind sparsam. Drei bis fünf Hauptfarben, plus eventuell ein Akzent. Mehr verwässert. Eine Faustregel: 60% Hauptfarbe, 30% Zweitfarbe, 10% Akzent.

Digitale Werkzeuge

Adobe Color (color.adobe.com), Coolors, Paletton oder einfach Procreate mit Farbpipette. Nützlich, aber kein Ersatz für das eigene Auge. Wer nur algorithmisch arbeitet, lernt nicht Farben sehen.

Übung im Vorkurs

In den meisten Vorkursen ist Farbenlehre Pflichtteil — von Itten-Übungen bis zu eigenen Farbsammlungen aus Beobachtung. Eine konsequente Praxis bringt das eigene Farbauge in einem Jahr deutlich vorwärts.

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Tags: farbenlehre farbe palette praxis