Die Aufnahmeprüfung an einer Kunsthochschule meistern
Die Aufnahmeprüfung an einer Schweizer Kunsthochschule ist mehrstufig und selektiv. Wer den Ablauf kennt und gezielt trainiert, kommt mit deutlich weniger Stress in die Prüfungssituation.
Typischer Ablauf
Erst die Mappenabgabe (digital). Bei positiver Mappenbeurteilung Einladung zu Eignungstagen — meist 1–3 Tage mit gestalterischen Aufgaben vor Ort (Zeichnen aus der Beobachtung, freies Projekt, schriftliche Aufgabe). Abschluss mit persönlichem Gespräch über Mappe und Studienmotivation.
Worauf wird geachtet?
Gestalterisches Potenzial (nicht Perfektion), Eigenständigkeit, Auseinandersetzung mit der Welt, Reflexionsfähigkeit, Arbeitshaltung. Keine Aufnahmekommission erwartet, dass Bewerber:innen schon fertige Profis sind — aber sie will Lernbereitschaft, Neugier und Substanz erkennen.
Häufige Aufgaben
Beobachtungszeichnung (Stillleben, Akt, Architektur), freie Interpretation eines vorgegebenen Begriffs, schnelles Skizzieren unter Zeitdruck, dreidimensionale Aufgaben (Modellbau, Verpacken, Improvisation mit Alltagsmaterial), gestalterische Recherche zu einem Thema.
Konkrete Vorbereitungstipps
Regelmässig zeichnen — täglich 30 Minuten ist besser als einmal pro Woche 4 Stunden. Skizzenbuch immer dabei haben. Eigene Projekte starten und durchziehen. Gestalterische Arbeiten anderer (Ausstellungen, Bücher, Online) bewusst rezipieren. Aufnahmegespräche im Voraus üben.
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