Geschichte & Theorie 6 min

Schweizer Plakatkunst

Schweizer Plakate gelten international als gestalterische Spitzenleistung des 20. Jahrhunderts. Die Sammlung des Plakatsammlungs-Museums (Museum für Gestaltung Zürich) zählt zu den weltweit wichtigsten — und prägt bis heute, wie wir Plakate gestalten.

Schweizer Plakatkunst

Die grossen Generationen

Edouard Stiefel, Otto Baumberger, Niklaus Stoecklin (1920er–30er): präzise, gegenständlich, oft mit Airbrush. Müller-Brockmann, Hofmann, Lohse, Bill (1950er): systematisch, typografisch, asymmetrisch. Wolfgang Weingart, Cornel Windlin, Ralph Schraivogel (ab 1980): experimentell, postmodern.

Themen

Tourismus, Konsumgüter, Kultur, Politik, Bewegungen. Plakate als gesellschaftliches Medium — gestalterische Spitzenarbeit für Alltagsanlässe. Diese Wertschätzung der Alltagsgestaltung ist ein Schweizer Charakteristikum.

Aktuell

Plakate haben an Reichweite verloren — Digitalmedien haben übernommen. Aber das Plakat als gestalterische Übung bleibt zentral: ein Format, eine Botschaft, eine Komposition. An jeder Schweizer Hochschule wird das Plakat im Bachelor systematisch geübt.

Üben

Ein gutes Plakat zu gestalten verlangt Hierarchien, Typografie, Komposition, Bildsprache. Wer Plakate kann, kann fast alles andere in der visuellen Kommunikation.

Verzeichnis

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Tags: plakat schweiz geschichte theorie